Gespeichert unter: Heute, Musik | Schlagworte: 8. März, DDR, Frauentag, Lennon, Women
Dieser Tag war der Tag, an dem die Frauen in der DDR im Mittelpunkt standen. Da gab es Blumen, Nettigkeiten und eine Feier. Muttertag war unbekannt. Wahrscheinlich weil es sich nach Mutterkreuz anhörte. Heute kann ich immer noch nichts damit anfangen, aber ich bin ja auch ein Relikt.
Als Schüler brachten wir unseren Lehrerinnen Blumen mit, wie auch zum Tag des Lehrers. Gibt es den noch? Zuhause versuchten wir unsere Mutter zu entlasten. An dem Tag wurde es meistens später, wegen der Frauentagsfeier im Betrieb und in der Schule, die mein Vater auszurichten hatte. Einmal war ich ganz entsetzt, da kam sie wirklich stark angeheitert nach Hause. Das hatte ich noch nie erlebt. Es blieb aber auch das einzige Mal. Mir zur Freude habe ich “Women” von Lennon rausgesucht, denn ich ehre Euch Frauen, indem ich mir nütze, und habe Lenin also verstanden.
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das war doch der tag , an dem man als anständiger junger mann nicht abends auf die strasse gehen konnte .
Kommentar von hook März 8, 2008 @ 8:49 Uhr vormittagsdie frauen werden wohl nie mehr so frei in ihren persönlichen entscheidungen sein wie in der ddr , wo die männer ebenso eingeschränkt waren .
Als Frau eigenes Geld zu verdienen, das ist schon eine feine Sache. Sagt Muttern. Sie hat einen Mann geheiratet, der es nicht anders kannte, als dass der Vater die Gewalt über das Haushaltsgeld hatte und die Ehefrau quasi betteln musste, etwas abzubekommen. Hier, in der Altmark, gab es so etwas nicht, sagte sie. Da hatte die Frau die Schlüsselgewalt. Eigenes Einkommen macht frei. Und in der DDR hatten fast alle Frauen eigenes Einkommen. Nein, so frei wird die Masse der Frauen nicht mehr sein.
Kommentar von olaf61 März 8, 2008 @ 11:25 Uhr vormittagsJetzt habe ich etwas Zeit und kann meine Meinung dazu sagen. Ich habe immer mein eigenes Geld verdient und das ist auch gut so. Sich in die finanzielle Abhängigkeit eines Mannes zu begeben und darum zu betteln, mir einen neuen Büstenhalter zu kaufen, wird es bei mir niemals geben. Ich kenne durch die Arbeit aber auch Frauen in meinem Alter, die ihren Männern auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Selbst die kleinen Feuden des Alltags, z.B. ein Friseurbesuch, ein neuer Lippenstift, schönes Parfüm - alles gestrichen vom alleinverdienenden Ehemann.
Kommentar von Clivia März 8, 2008 @ 8:19 Uhr nachmittagsSo sehe ich meine Thesen immer wieder bestätigt, dass eine Frau eigenes Geld verdienen muss.
Wir haben immer den Muttertag am 8. Mai zelebriert. Mutter mal so richtig verwöhnt. Es hat uns 3 Jungen immer gut gefallen. Mutter auch, allerdings war der Kaffee kalt, denn, unerfahren wie wir waren, kochten wir zuerst Kaffee und machten dann das Frühstück. Die Eltern wollten eigentlich ausschlafen, aber wir waren so aufgeregt, das wir schon um 7 in der Küche rappelten.
Als ich 1992 erstmals nach Russland kam, im März, “feierte” ich zum ersten Mal den Frauentag (von mir Internationaler Kampftag der Frauen genannt…
Naja, dan bin ich nach Moskau gefahren und habe in einem “internationalen irischen Delikatessenladen”, normale Leute kamen da nicht rein, “Material” für Rouladen gekauft. Die habe ich dann in der Winzigküche meiner neuen Schwiegermutter gemacht. Die Dinger hatten 7 Zentimeter Durchmesser bei 10 cm Breite und das ganze Menü wurde so wuchtig, das die Schwiegereltern nach dem Essen umfielen und in einen Tiefschaf versanken. Da haben wir gerade heute wieder drüber gelacht.
Durch den Anruf heute morgen weiß ich, daß sie mit Freundinnen nach Moskau reingefahren ist in einen Eispalast, da haben sie eine Eisshow gesehen. (Schwiegermutter ist ein halbes Jahr jünger als ich…)Na, denn, die Frauen: Hoch, hoch, hoch!
Kommentar von Robin Renitent März 9, 2008 @ 1:49 Uhr vormittags@ clivia
Äh, da klingt in meinen Ohren komisch ,mit dem Büstenhalter. Ich verwalte auch die Knete, es ist einfach praktischer und meine Frau ist froh, daß ich es mache. Ich hätte aber nichts dagegen, wenn sie es macht.
Jedenfalls wäre es doch absurd. Wenn sie was braucht nimmmt sie es. Und ich gehe davon aus, daß es kein BH von Victoria Secrets für 750 Dollar ist. (Da wäre eher ich so verrückt und kaufe so ein Ding als Überraschung) Letztlich ist der Umgang mit Geld doch auch von Vertrauen und Verantwortung geprägt.
Größere Anschaffungen besprechen wir ohnehin. Jedenfalls sehe ich (und nicht nur ich) keinen Grund DESWEGEN arbeiten gehen zu müssen, bzw, das SIE deswegen arbeiten gehen muß.
Da gäbe es ja wohl bessere Gründe.
Kommentar von Robin Renitent März 9, 2008 @ 1:57 Uhr vormittagsDas mit dem Tiefschlaf war lustig.
Kommentar von olaf61 März 9, 2008 @ 5:16 Uhr vormittagsRobin,
Kommentar von Clivia März 9, 2008 @ 7:34 Uhr nachmittagsdas mit dem BH weiss ich aus dem Gespräch mit einer von den oben beschriebenen Frauen! Genauso hat sie es mir beschrieben !
Ich bleibe aber trotzdem bei meiner Meinung, dass eine Frau finanziell unabhängig sein sollte!