Gespeichert unter: Politik | Schlagworte: Afrika, Erziehung, Toleranz
Ich bin im Besitz eines unsäglichen Neudorffer Gartenkalenders, in dem eine Igelfamile aus Westeuropa, den USA oder Australien, man sieht es an der Kleidung, aber höchstwahrscheinlich aus Deutschland, Afrika besucht. Und da ist alles sooo schöööön. Diese freundlichen Menschen, immer gut aufgelegt. Und was die alles können! Basteln mit Kronkorken oder leckere Suppen kochen und die essen den Brei mit den Händen - tolllllll! Und was die Familie Pieksigel alles von denen lernt! Nein, nicht wie man eine funktionierende Zivilisation aufbaut, mit Wasserversorgung, Strassen, Kanalisation, elektrischem Licht oder einer Landwirtschaft, die die Einwohner versorgt, oder Demokratie gar. Ach was.
Nein, diese Menschen geben sich mit Wenigem zufrieden und teilen das gerne. Ja, so ist Afrika. Ein ganzer Kontinent voller fröhlicher, bescheidener Menschen, in bunter Kleidung und mit schwarzer Haut. Wie komme ich jetzt darauf? Ach ja, durch diesen Artikel: Abschluss eines achtwöchigen Projektes, bei dem die Mädchen und Jungen mit dem schwarzen Kontinent bekannt gemacht wurden. Und wer könnte das besser als ein Afrikaner ? Dr. Assion Lawson, der aus dem Togo stammt, die französische Staatsbürgerschaft besitzt und seit vielen Jahren in der Altmark lebt, besuchte die Steppkes regelmäßig. Sie sangen, bastelten, backten gemeinsam. Dazu erzählte Lawson über das Leben in Afrika, speziell das der Kinder. Den gemeinsamen Spaß, den Lawson und die Kinder während des Projektes hatten, gaben sie bei ihrem Afrikafest an Eltern, Omas und Geschwister weiter. Sie bezogen sie bei afrikanischen Liedern und Tänzen in ihr Programm ein. Und der Funke sprang mitunter über. So trommelten sich einige Eltern mit Assion Lawson heiß und Regina Meyer entlockte dem Ballaphon Klänge. Ja, Afrika ist schön, wunderschön. Es besteht aus Gesang, Tanz und Liedern. Und nur die unmusikalischen Schwarzen wollen nach Europa, weil sie von den Tanz- und Sangesbegabten gehänselt werden. Und wer möchte schon gerne gehänselt werden?
Wissen die Erzieherinnen es eigentlich nicht besser? Wäre es nicht sinnvoller, den Kindern beizubringen, dass es da neben Hopsassa und Trallala in Afrika auch Menschen gibt, die mit grossen scharfen Messern anderen Schwarzen die Glieder abschlagen und die Köpfe, und den Müttern die Babys aus dem Bauch reissen? Wäre es nicht sinnvoller zu erzählen, dass wir Polizisten haben und eine starke Armee, die verhindern sollen, dass diese Totschläger und Mörder herüberkommen? Wäre es nicht gut, zu erzählen, dass die Menschen in Afrika nichts, aber auch gar nichts mehr selber auf die Reihe bekommen, als sich in Not und Elend zu stürzen und dass unser Wohlstand auch nicht geschenkt wurde, sondern Tag für Tag neu gesichert werden muss? Und dass wir diese Leute miternähren. Dass Europäer nach Afrika fliegen müssen, um zu zeigen, dass man Brunnen graben kann, wenn kein Wasser im Dorf ist. Und dass sie ihnen zeigen müssen, dass Wasser abgekocht werden muss, damit die Kinder nicht an Würmern krepieren. Das wäre doch mal sinnvoll. Oder nicht?
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Wenn es nicht eine so kitsche Bezeichnung wäre - sie ist trotzdem richtig - Afrika ist ein tragischer Kontinent. Natürlich ist die Aussage falsch - wie Europäer sind gebildet oder Amerikaner sind kriegsgeil.
Trotzdem ist Afrika ein tragischer Kontinent. Die wirklich fröhlich aufwachsenden Kinder gab es einmal - in den Missionsschulen. Aber das zu sagen ist ja bereits pfui und bäääh. Dabei waren die Kinder selber glücklich, auf solche Schulen gehen zu dürfen, geführt von Lehrkräften, die mit Leidenschaft und Mission Lehrer waren. Damals die Elite der Lehrer. Und während der Schulzeit waren sie von den sonstigen Verpflichtungen der Kindheit verschont - angefangen vom Wasserholen bis zur Feldarbeit.
Kommentar von Prosemit April 28, 2008 @ 7:15 Uhr vormittags…im Grunde werden da in der blauen Schrift die immerg gleichen kolonialistischen Vorurteile beitgetreten, über die Menschen dort, welche so wenig Materielles brauchen um glücklich zu sein. Seit Jahrhunderten redet man über die armen Hottentotten in Taka Tukaland schon schön . Man gibt sich spendabel im Verstehen und ist der grosse Verständnis-Geber, - huldvoll-aufgeschloassen, und da die Bildung bei uns mittlerweile auch immer mehr Richtung Taka Tukaland geht, ist der tatsächliche-kulturelle Unterschied nicht mehr so gross wie früher, so dass nur die Pose einzigst übrig bleibt, allerdings ohne Unterfütterung . … und immer peinlicher wirkt. Denn früher stand ungesagt die Unterfütterung im Hintergrund:
Kommentar von wolaufensie April 28, 2008 @ 2:53 Uhr nachmittags“- wir können auch anders. Ein paar Kanonenboote und ihr werdet uns aus der Hand fressen. Sie werden jedes Problem mit den schwarz-kontinentalen Wilden lösen. Wie es eben auch lange funktionierte.”
Das denkt heute kein Mensch mehr.
An der Wertschätzung der exakten Wissenschaften in unserer Bevölkerung kann man sehen, wie immer geringer der Wert von Wahrheit und Falschheit ist. Und wie sehr sich die Systeme immer mehr angleichen, indem wir stückchenweise zurückgehen.
So dass man fast schon wieder ein theokratisches System hat, in dem nur wichtig ist, was man man glaubt.
Den Schwarkontinentalen kommt das natürlich auch peinlich vor. Ist wie bei Mann und Frau, ….Nur wenn man dominant ist, hat man die Option rücksichtsvoll und charmant zu sein, dann wird es anerkannt. Ist man nicht dominant wirkt es abstossend und verlogen und kriecherisch. Alles andere als das, auf was Frauen abfahren.
Und genau deswegen funktioniert die Anbiederung im russeauschen Sinne nicht mehr und es kommt nur noch peinlich, peinlich, peilich. ..
…hab übrigens zu dem Thema einen guten Film gesehen : “Tränen der Sonne” mit Bruce Willis,
Kommentar von wolaufensie April 28, 2008 @ 3:03 Uhr nachmittagsin dem eine intellektuelle Gutmenschin (ich glaube Ärztin) mit ihrer rassistischen “alle Neger sind gut”-Verständnis-Untugend fast alle in den Tod gerissen hätte, sowohl Schwarzkontinentale als auch Nichtschwarzkontinentale , und Chaos ohne Ende anrichtete.
Ja, das waren noch Zeiten, beim Panthersprung.
Tränen der Sonne kenne ich auch.
Kommentar von olaf61 April 28, 2008 @ 3:40 Uhr nachmittagsIch weiss von einer Frau, Jg.1961, die die Freundschaft zu den fröhlichen, exotischen Menschen vom schwarzen Kontinent sehr ernst genommen hat. Sie bekam nämlich 12 Kinder im Alter von 2-26 Jahren von 12 afrikanischen Vätern. An den Kindern konnte man die ganze Farbpalette Afrikas ablesen, von hellbraun über schokofarben bis schwarz, je nach Herkunft der Väter. Leider blieben die lustigen Papas nicht lange, aber das machte nichts, denn Vater Staat ist ja für die Familie aufgekommen. Wenn nicht das Klimakterium dazwischenkommt, wird die kinderliebe Mutter in diesem Jahr wohl das 13.Baby kriegen. Freundschaft zu Afrika verbindet eben.
Kommentar von Anonym April 28, 2008 @ 10:37 Uhr nachmittagsIch bin heute anonym, da die Registrierung nicht funktioniert.
A.
Kommentar von Clivia April 28, 2008 @ 11:07 Uhr nachmittagsReicht ja zu einer Fussballmannschaft.
Kommentar von olaf61 April 29, 2008 @ 5:32 Uhr vormittags…braucht noch ein 13. - als Schiedsrichter…
Kommentar von wolaufensie April 29, 2008 @ 6:44 Uhr vormittags