Die DDR lebt!


Tag des Sieges
Mai 9, 2008, 4:59
Gespeichert unter: Geschichte, Heute | Schlagworte:

Image Hosted by ImageShack.us

Den Krieg überlebt und am Leben.

Ab 08.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit wird heute wieder die Siegesparade der russischen Armee auf dem Roten Platz stattfinden.(Unter den Links, Vesti-24, wird sicher davon berichten.) Dieses Mal mit Technik. Anschliessend wird das Land seine Kriegsteilnehmer und sich selbst feiern. Und was machen wir Deutschen? Wir schleichen bedeppert herum und würden unsere Truppen am liebsten in der Kammer unter der Treppe verstecken. Zum Glück für die durften wenigstens Fallschirmjäger aus Deutschland mit über Israel abspringen und wenn Frankreich feiert, dann darf auch die Bundeswehr mit dabei sein. Ein Land, das seine Soldaten so verachtet dass es ein Denkmal für gefallene Bundeswehrsoldaten irgendwo im Hinterhof verbergen muss, pfui Spinne. Wer die Liveshow verpasst, hier die Aufzeichnungen vom letzten Jahr.


8 Kommentare bis jetzt
Einen Kommentar schreiben

…liegt eben an der Geschichte. Viele, die aus dem Krieg zurückkamen hatten ihn wirklich bis oben hin dicke (mein Vatta) und diejenigen, die davon schwählten (schwelgten?) waren eben fett gewordene Dorf-SS´ler mit Hang zu Dorfjunker (so in Loden mit Hirschhornknöpfen und Gamsbart) und Jagdpräferenz . Unter denjenigen mit Meinungshoheit gab es keinen, der eine gute, solid-harte Ausbildung zum effektiven Bekämpfen und Töten von Menschen auch nur ansatzweise vertrat. Kann mich noch an diesen Zeit-Fragebogen erinnern, den jede Woche ein Prominenter ausfüllte. Die wurden da zu Bedeutendem in der Weltgeschichte examiniert . Auf die Frage: “Was ist für sie die grösste militärische Leistung ?” konnte man jahrzehntelang ausschliesslich lesen “Gar nichts” , “gibt es nicht” , “hat nicht stattgefunden” und man war ausschliesslich darum bemüht dieses “Nichts” möglichst eloquent und betroffen zu formulieren . Und die Bundeswehrausbildung ist auch nicht so toll, dals ass man sich dafür ein Denkmal setzte. In Südkorea z.B. bekommt jeder Soldat eine solide Ausbildung in Taek Won Do . Die besitzen alle einen schwarzen Gürtel (immerhin 1. Dan) beim Ausscheiden . Sowas hätte ich mir hier auch mal gerne gewünscht. Nahkampf-Ausbildung gab es überahupt nicht . Fand niemals statt. Und/oder auch bessere Ausbildung an Waffen gab es nicht . War das ein Gewürge bei den paarmal Rausfahren zum Schiessen. Da wurde jede Patrone 10 mal verbucht und verwaltet bevor man sie abfeuern konnte. Wir wurden nur zu , wie Mike Krüger sagte , Dressmen (eigentlich Kanonenfutter ) ausgebildet aber nicht zu effektiven Killern, falls es mal hart auf hart kommen sollte.
Weiss noch, als wir mit Pistolen Wache stehen mussten, - und keiner von uns “Rotärschen” hatte jemals eine Ausbildung an einer Pistole gehabt. Igendwann fummelte ich mal daran rum, und schon fiel das ganze Teil auseinander. Der direkte Vorgesetzte kam und versuchte es hinzubekommen. nix, sein Kumpel - nix. Dann ein PuO - auch nicht, noch einen PuO geholt , auch nichts. Erst ein Oftz , von dem man es erst recht nicht erwartete, kriegte die kleine Kiste wieder zusammen. …mit Ermahnung sowas vielleicht lieber doch nicht öfters zu machen. :-)
Weiss nicht vielleicht hat sich das ja mittlerweile geändert, aber wenn ich die friedensbewgten “Brunnen-” und “Krankenhaus-Bauer”
so sehe und höre, dann glaub ich, dass es noch schlimmer geworden ist. Zumindest an der Spitze.
Oder unsere Fregatten da unten, die vor lauter interner Verwaltung gar nicht mehr wissen, dass es ein éinen Tod nach dem Leben gibt, für den man selber zuständig zu sein hat.

Auf der anderen Seite : da gibt es einen Film von
Guy Hamilton “Die Luftschlacht um England” , den hab ich bestimmt 4-5 mal im Kino gesehen, so gut ist der. Dort kommen wir ganz gut bei weg…
Diesen fabelhaften Film sehe ich als ein kleines Denkmal , auch für unsere Soldaten.

Kommentar von wolaufensie Mai 9, 2008 @ 8:55

Na, die DDR hatte kein Problem mit ihrer Armee. Jedenfalls nicht mit der Selbstdarstellung. “Auf Wacht für Frieden und Sozialismus”. Das kam immer gut. Und der Steuerzahler kriegte jedes Jahr etwas geboten für sein Geld, d.h., er sah, wofür es ausgegeben wurde. Seit die Bundeswehr überall in der Weltgeschichte herumrudelt und Frieden und Wohlgefallen verbreitet und tatsächlich kämpft, wäre es an der Zeit, der Bevölkerung zu zeigen, was die Streitkräfte haben und dass sie stolz auf ihre Söhne sein kann, die die Wehrpflicht getroffen hat. Aber ich höre schon im Geiste die markerschütternden Aufschreie von “Militärdiktatur” bis hin zu “Militarisierung der Aussenpolitik”. Deutschland ist ein Land von Jammerlappen und Waschweibern geworden. Aber ich wette, wenn sich die Bundeswehr verkleiden würde, bei solchen Paraden(März 1848-Kämpfer, Arbeiter- und Soldatenräte, revolutionäre Matrosen, Soldaten der Befreiungskriege und hinten ein Stück moderner Armee), dann wären die LINKEN vor Freude aus dem Häuschen.

Kommentar von olaf61 Mai 9, 2008 @ 9:10

…Dein Optimismus in die Lernfähigkeit der Linken tut gut. Vor einigen Tagen hatte ich irgendwo mal auf einem linken Blog gelesen, dass das Zeigen von schwarz-rot-gold faschistisch sei. Ein anderer sagte, dass das die Farben der “Revolution” seien
deren Zeigen unter Adolf verboten war. Aber das wurde nicht verstanden . Schätze mal, dass das Down-Breeding bei den Linken und die Vereinfachung der Diskussionskultur in Schulen und Unis in den letzten 30 Jahren auf “Alle sind Nazis ausser Mutti” voll durchgeschlagen hat.

Kommentar von wolaufensie Mai 9, 2008 @ 9:33

Bei Mutti weiss man auch nicht so richtig. Tagsüber geht sie weg, arbeiten, sagt sie, aber vielleicht zu irgendeiner Frauenschaft. Und wenn sie sich zum Häkelkränzchen oder Nordic-Walking verabschiedet, kann sein, sie ist dann bei Geländeübungen unterwegs. Den Muttis ist nicht zu trauen. Nicht mal denen.

Kommentar von olaf61 Mai 9, 2008 @ 9:42

…tja, Mutti hat es oft faustdicker hinter den Ohren als man oft so denkt…Eine gründliche BDM-Ausbildung sitzt natürlich ein lebenlang tief drinne.
…und ja, Du hast wahrscheinlich Recht, denn am Strand zwischen Prora und Binz kann man wahre Mutti-Horden, bewaffnet mit Stechgeräten, durch die Gegend stackern hören und sehen, dass einem Angst und Bange werden kann, um zufällig über deren Weg streunendes Kleingetier Quallen (pieks) oder Kleinkinder . …wahrscheinlich vergnügen sie sich dann ganz mütterlich hinter den Dünen-Kaianlagen bei Deinen erwähnten Geländeübungen.

Kommentar von wolaufensie Mai 9, 2008 @ 11:32

:) Ja und nicht nur zwischen Prora und Binz, mit diesen Stechgeräten. Ich sehe schon etliche Zeit besorgt, diese Leibesübungen betreibenden Frauen, die da ohne Bretter an den Füssen über Wege, Strassen und durchs Unterholz schlurfen, von einer Hast getrieben, als wäre die Führerin mit der Stoppuhr hinter ihnen her. Dass da noch niemand ausser uns Argwohn geschöpft hat, sehr verdächtig.

Kommentar von olaf61 Mai 9, 2008 @ 11:41

Meine schon etwas ältere Kollegin nimmt seit einigen Jahren auch am Nordic-Walking teil. Zu ihrem Kummer hat sie leider nicht ab- sondern zugenommen, obwohl der Sport zweimal in der Woche bei Wind und Wetter stattfindet. Wir konnten uns das im Kollektiv auch nicht erklären, bis unsere Kollegin dann einmal erzählte, wie der Frauen-Sportabend abläuft. Eine Sportsfreundin bleibt zu Hause und bereitet das Menü mit Vor- Haupt-und Nachspeise vor. In der Zwischenzeit treffen sich die Damen und laufen dann schnell um den Block, damit das Essen nicht kalt wird. Danach wird gemütlich dinniert und mit einem Schäpschen, Sekt und Wein angestossen. Aber, wie Du immer so schön sagst, Hauptsache, sie hatten Spass. Und die paar Kilos mehr sind dann auch egal.

Kommentar von Clivia Mai 9, 2008 @ 8:44

Das Erklärt die Begeisterung natürlich. Frische Luft regt dann noch den Appetit an….

Kommentar von olaf61 Mai 10, 2008 @ 2:31



Einen Kommentar schreiben
Zeilen- und Absatzumbrüche automatisch, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt, HTML-Tags zulässig: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>