Die DDR lebt!


Wenn die Radmuttern locker sind
Mai 13, 2008, 3:35 Uhr nachmittags
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Heute rief ein Kunde an, seinem Auto wäre etwas passiert. Er fuhr so entspannt vor sich hin und plötzlich wäre ein Rad “abgegangen”. Jetzt stünde sein Auto in der Werkstatt und er fragte, ob das nicht die Kaskoversicherung bezahlt. Warum ist das Rad denn abgegangen? Ja, er hätte sich Sommerreifen von einer anderen Werkstatt aufziehen lassen. Tja, böses Foul, nicht umsonst schreiben die so einen Text mit auf die Rechnung, man solle den Sitz der Radmuttern noch einmal prüfen, bevor man losbraust. Hab ich auch bisher nie gemacht aber wie man sieht, kann es einen mal erwischen und dann steht man da wie ein begossener Pudel.


9 Kommentare bis jetzt
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Ich habe schon wieder eine Frage, dieses Mal zur Rentenentwicklung. Darf ich sie Dir heute Nachmittag stellen?

Kommentar von Clivia Mai 17, 2008 @ 4:47 Uhr vormittags

Frag, was immer Du fragen willst aber auf alles habe ich auch keine Antwort.

Kommentar von olaf61 Mai 17, 2008 @ 5:59 Uhr vormittags

So,nun bin ich wieder von der Arbeit zurück.
Unsere Personalabteilung lädt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rentenversicherung Nord zu einer Informationsreihe zum Thema Rente ein. 10 Themen werden angeboten, unter anderem Altersvorsoge. Nun herrschen zwei Meinungen vor: Altersvorsorge ist wichtig und die Riester-Rente auch (und eigentlich denke ich auch so). Die andere Meinung: Wenn wir mit 70 Jahren in Rente gehen, gibt es nur noch eine Einheitsrente. Egal, ob wir immer körperlich mit schwerstkranken Krebspatienten gearbeitet haben oder nicht, wir werden so berentet wie die faule Hausfrau von nebenab. Der Staat kümmert sich schon um seine Bürger wie die erwähnte Hausfrau, und wer vorsorgt, ist der Dumme, da zuerst die Altersvorsoge aufgebraucht wird. Die Altervorsorge ist also aufgrund der Fürsorgepflichtdes Staates überflüssig.
Was meinst Du dazu ?

Kommentar von Clivia Mai 17, 2008 @ 2:20 Uhr nachmittags

Mag schon sein, dass es dann nur noch eine Einheitsrente gibt aber die wird ja aus dem Grunde gezahlt, weil gearbeitet wurde und daraus Rentenansprüche erwuchsen. Wer mehr haben will, als die staatliche Rente, muss schon selber beiseite legen. Der Dumme ist dann, der sich nur auf die gesetzliche Rente verlassen hat. Und der Staat hat in dieser Hinsicht gar keine Pflicht für irgendjemanden zu sorgen. Das bilden sich die Leute nur ein, weil er es bisher tut. Aber wer will im Alter schon auf den untersten Level dahinvegetieren? Keine Zähne im Maul und dann La Paloma pfeifen? Freiwillig sollte sich niemand zum Armutsfall machen, das Alter dauert dann nämlich ziemlich lange und aus den guten Vorsätzen wie, ich nehm mir dann das Leben, wird meistens nichts.

Kommentar von olaf61 Mai 17, 2008 @ 3:26 Uhr nachmittags

Riester-Rente und VWL sind dann also keine Überversicherung?
Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast.

Kommentar von Clivia Mai 17, 2008 @ 7:41 Uhr nachmittags

Riesterrente ist nur der Teil, den der Staat von der gesetzlichen Rente abgezwackt hat. Sagen wir mal, von heute aus gesehen, hättest Du vor Riester beispielweise später Anspruch auf 1200 € Rente im Monat gehabt. Ein Witz bei den Preisen und der Inflation. Nun hat der Staat den Rentenanspruch für später von, beispielsweise, 1200 auf 1000 € gesenkt und gesagt, wenn Du dennoch 1200 € Gesamtrente haben willst, musst Du entsprechend des zu versteuernden Einkommens Beiträge einzahlen und wir, der Staat, geben etwas dazu. Wer auf Riestern verzichtet, verzichtet auf Rente. Das GUTE an Riester ist, es ist DEINES. Während der Staat an der gesetzlichen Rente herumbasteln kann, wie er lustig ist, gehört die Riesterrente tatsächlich Dir und die kann Dir niemand beschneiden. Und wo es VWL gibt, da wäre es blöd, da nicht zuzugreifen. Im Westen hat das nur so funktioniert. Gesetzliche Rente+VWL+Privatrente. Nur so können sich die heutigen Rentnerein einigermassen ein angenehmes Altern leisten.

Kommentar von olaf61 Mai 17, 2008 @ 7:53 Uhr nachmittags

Ich habe beides, Riester-Rente und VWL. Danke für Deine Ausführungen, dann bin ich ja beruhigt. Das Argument der Riester-Feinde: Wenn man diese Rente hat, bekommt man weniger gesetzliche Rente, da privat vorgesorgt wurde. Man lebt jetzt und heute, soll das Geld lieber für das tägliche, teure Leben aufbrauchen und Riester-Rente ist Abzocke.

Kommentar von Clivia Mai 17, 2008 @ 8:10 Uhr nachmittags

Weniger gesetzliche Rente bekommt man nicht. Es ist nur so, wenn die gesetzliche Rente sozusagen schon auf Sozialhilfelevel ausgezahlt wird, wird die Riesterrente da mit angerechnet. Das trifft derzeit aber nur auf Leute zu, die sehr, sehr, sehr lange keine Erwerbsarbeit ausgeübt haben oder immer nur in Teilzeitjobs. Da sollte das Geld für Riester nicht ausgegeben werden, wenn man eh schon am Existenzminimum herumkrepelt. Da kann man sich die 60 € Jahresmindestbeitrag auch sparen. So wie Du es hast, ist es nur von Vorteil für Dich.

Kommentar von olaf61 Mai 17, 2008 @ 8:15 Uhr nachmittags

Dann kann ich mit ruhigem Gewissen dem Rentnerdasein entgegensehen.
Gestern Abend war ich zum Antworten zu müde, habe also vielen Dank.

Kommentar von Clivia Mai 18, 2008 @ 4:22 Uhr vormittags



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