Und was tust du, Genossin Merkel?

Sie sieht so harmlos aus, diese verzinkte Schaukelbadewanne, mit hochgestelltem Rückenteil und Seifenablage, die nun im Garten als Regenwasserbehälter dient. Dabei hat sie es geschafft, im Laufe des vergangenen Tages und der Nacht, einen Jungsperling zu ersäufen. Was hätte alles aus ihm werden können, hätte ihn diese brutale Wanne nicht jäh aus dem Leben gerissen? Natürlich habe ich sofort, wenn auch für ihn zu spät, die Wanne abgedeckt. Zustimmendes Piepsen, aus dem Vogelhaus darüber, war mir Dank genug. Ich muss nicht um die Welt reisen und Vorträge salbadern, über meine Fähigkeit, die Evolution zu stoppen. Ich zeige Gesicht. Und zwar konkret. Und wann, Genossin Dr. Angela Merkel, zeigst Du das Deine? Ausser bei SPON? Zum Beispiel durch die Ansiedlung sibirischer Tiger im Kanzlerinnenarbeitszimmer? Nicht immer nur reden. Auch tun!
Kriegerdenkmalpoesie

Inseler Kirchturmspitze im Frühlicht.
Gestern fiel mir ein schönes Stück Kriegerdenkmalpoesie auf. Das Inseler Kriegerdenkmal war ganz schick renoviert und die Inschrift las sich fast so, als würden da die Dreihundert von Leonidas liegen und der Wanderer sollte berichten, er habe sie hier liegen sehen, nur mit den Namen der Gefallenen. “Für unsere Frauen und Schwestern” oder so ähnlich. Das muss aber aus einem anderen Film stammen. Jedenfalls musste ich meine Phantasie ganz schön anstrengen, um mir vorzustellen, dass die Hunderttausend vor Verdun gestorben sind, damit Russen, Franzosen oder Engländer nicht ihre Dorffrauen vergewaltigen. Die wären garantiert froher gewesen, hätten ihre Männer auf diese Torheit verzichten dürfen. Ich finde Kriegerdenkmale im Prinzip richtig, um an die Menschen zu erinnern, die in diesem Ort mal lebten und auf Weisung des Staates zum Kämpfen geschickt wurden. Bei mir Zuhause haben wackere Antifaschisten nach dem Krieg die Erinnerungen an die Toten des Ersten Weltkrieges und des Krieges 1870/71 leider getilgt.(Ich glaube, ich werde mal etliche fotografieren, die sollen ja insbesondere nun Altäre der NEONAZIS sein, will man besorgten Quellen glauben.) (mehr…)
altmärkische Erdorchidee

und so sieht ihre Frucht aus, die wird aber noch grösser. Über 30 Grad Celsius sind angekündigt und dann den ganzen Tag Schulung. Deswegen wird hier auch nichts los sein, meinerseits. Hab den Rasen gewässert, unter den Bäumen, wo sowieso kein Regen hinkommt. Am Rande standen schon die Amseln und haben gierig geglotzt, was da nach dem Wasser aus der Erde kommt. Am Rande der Konferenz der Afrikanischen Union soll ein Vertreter geäussert haben, „Kenia ist Kenia, Simbabwe ist Simbabwe“, sagte Charamba nach südafrikanischen Rundfunkberichten. Der Westen, der Mugabes Bestätigung im Amt als „Wahlfarce“ kritisiert hatte, könne Simbabwe „tausendmal den Buckel runterrutschen“. Recht so. Dieses moralisierende westeuropäische Gewäsch* von Staaten, die mit den schlimmsten Schurken Geschäfte machen, Hauptsache, ihre Schurkerei folgt klaren schurkischen Regeln. (mehr…)
Störungsfreiheit

Immer feste druff. Wie im PC-Spiel. Nur das Speichern nicht vergessen!
Zu keiner Störung kam es, als in Oranienburg am Montag eine Demonstration “Gegen Jugendlichen- und Ausländerkriminalität” durchgeführt wurde. Ein buntes Bündnis engagierter Bürger Oranienburgs, das eine Gegendemonstration unter dem Motto “Für Jugendlichen- und Ausländerkriminalität” angekündigt hatte, trat unverständlicherweise von seinem Vorhaben zurück.
Immer wachsam!
Juni 29, 2008, 6:38 Uhr nachmittags
Gespeichert unter:
Politik,
Storys

Opferte im Kampf gegen Rechts ihre Haut. Bravo!
Ein netter Besucher, mit Namen Ostap Bender, wies mich freundlicherweise darauf hin, dass das Eingangsfoto zum DEFA-Mosfilm “Alexander der Kleine” mitnichten eine Fälschung sei und das Anzweifeln seiner Echtheit, ein Beweis für Holocaustleugnung. Was mich zur Frage bringt, welche Leugnung sich hinter der Auszeichnung des tapferen Mädchen verbirgt, das sich im Kampf für das Gute ein Hakenkreuz in die Hüfte geritzt hat?
Fuchs, der Du die Gans gestohlen

Ist der nicht süüüüsssss?
ich habe es ja schon in einem unserer Umsonst-Werbeblätter gelesen, bei Insel und Möringen geht ein Fuchs um, der sich am Geflügel verlustiert und heute rief ein Kunde an, 26 Gänse tot und verschleppt und 14 Hühner. Auch tot und verschleppt. So ein gieriger Hund, der Fuchs. Und helfen konnte ich dem Kunden ja auch nicht. So etwas ist nicht versicherbar, wenn der Fuchs kommt. Ja, wenn es der Hund des Nachbarn gewesen wäre…. Und das Beste, die Forstmenschen geben Auskunft, angeblich dürfte der Fuchs nicht geschossen werden, weil er a) im Dorf unterwegs ist und b) er das Geflügel für seine Brut braucht. Und dann liest man, der Fuchs spielt mit dem Hofhund, während die Familie am Kaffetisch sitzt. Na, wenn das nicht dreist ist. Aber, das müssen sie aushalten, die Geflügelbesitzer. Schliesslich freuen sie sich ja ganz, ganz dolle über den Fuchs, weil der zu den Arten gehört und jede Art, die nicht ausstirbt, bereichert ihr Leben. Sagt die Kanzlerin.
Wer vermisst sie?

Nervtöter.
In Deutschland gibt es immer weniger Spatzen. Und warum? Wegen der Klimapolitik der Regierung Merkel. Oh mein Gott, lasst uns die Steuern erhöhen! Und die Zeitung untertitelt: Vogelsterben! Womit sie richtig liegt, weil der Spatz ein Vogel ist. Normalerweise müssten dann auch die Zeitungen schreiben: “In Deutschland gibt es immer weniger intelligente Schüler - Menschensterben!” Der Spatz stirbt, weil sich der Mensch weiter entwickelt. Er dämmt seine Häuser und die Viehhaltung in der Badewanne dauert auch nicht allzulang. Höchstens, solange das Blut abläuft. Da hat der Sperling keine guten Bedingungen. (mehr…)
Aus der Matrix raus

1944 wurde die Freiheit Europas mit Millionen Toten zurückerobert. Heute wird sie verschenkt.
Als ich ein schwer mit DDR-ideologischem Kram vollgestopfter Bürger war, der die Aktuelle Kamera noch gut in Erinnerung hatte und mit dem im Vergleich dazu furchtbar kritischem Öffentlich-Rechtlichem Fernsehen des NEUEN DEUTSCHLAND konfrontiert wurde, da sagte ich mir, “Wow, das ist wahre Freiheit! Freiheit der Rede, Freiheit der Meinung, kritisches Hinterfragen auch der unangenehmsten Sachverhalte für den Gegenüber. Das hat was!” Und ich begann dieses Gesellschaftssystem zu schätzen, in dem frei und objektiv berichtet wurde. Aktuelle Kamera? Das war einmal. Aber ach, was war ich naiv. Die Aktuelle Kamera lief hier immer noch. Aber unter dem Namen ARD, ZDF, WDR, BR und wie die ganzen bunten Ableger alle heissen. Auch sie vermitteln keine Informationen, sondern hauptsächlich Meinungen. Zum Beispiel über den Rassismus der Deutschen. Wie wunderbar könnte das Leben in Deutschland sein, wenn nicht immer glatzköpfige, stiernackige, mit minderer Intelligenz begabte deutsche Rassisten über die herfallen würden, die das Leben in Deutschland überhaupt so schön machen, über unsere Freunde, die Ausländer. Genau das war auch meine Meinung. (mehr…)
Lager für Arbeit
und Erholung. Gab es in der DDR auch. Für die Schüler, während der Ferien. Oder heisst es den? Egal, das fiel mir heute wieder so ein. Zu zwei Wochen hatten mich meine Eltern verdonnert, weil sie selber irgendwo Urlaub machen wollten. Und meine ältere Schwester durfte das Haus hüten, was sturmfreie Bude für sie bedeutete, die Glückliche. Wahrscheinlich wollte der Staat seine Kinder an die Arbeit in der Produktion heranführen, damit er mal die Arbeiterklasse kennenlernen konnte, die bewussteste Kraft im Kapitalismus, wie im Sozialismus, will man der Theorie glauben schenken.
(mehr…)
Wohlauf die Luft geht frisch und rein

Überfahrt am Schreckenstein
Ja, dazumal, als wir noch DDR hiessen, gab es eine hervorragende Sendung, die wurde “Auf Schusters Rappen*” genannt. Moderiert wurde sie von einem Gerhard Neef, der auch sang, und durch verschiedene Landschaften der Heimat führte. Eine Sendung, tatsächlich mit Niveau. Unterwegs wurden Chöre oder Vokalgruppen vorgestellt, die wirkliche Volks-, Wanderlieder oder Balladen zum Besten gaben. Kein Vergleich mit irgendwelchen Stadln, die einem die Schuhe ausziehen, weil es da nur so vor Süsslichkeit trieft. Zum Ende der DDR wurde noch eine CD herausgegeben, daraus stammt folgendes Lied. Gerhard Neef verschwand unter dem Gerücht, für das MfS gearbeitet zu haben aus dem Fernsehprogramm und ist inzwischen auch tot. Glaube ich jedenfalls. Ein schönes Lied, da kein politisch Lied. Und es bewegt die Beine. Mal ausprobieren. (*Das sind die Schuhe, falls es jemand nicht weiss. Also die Rappen, die schwarzen Pferde, des Schusters. Aber was ist ein Schuster? Der fertigte Schuhe, bevor die industriell hergestellt wurden. Maassgeschneidert. Ende der Schulstunde.)
(mehr…)